Oberflächen · Verfahrenskatalog

Fünf Verfahrensfamilien, rund 25 qualifizierte Prozesse.

Die Oberfläche entscheidet, ob ein Implantat einwächst, gleitet, erkennbar bleibt oder Wirkstoff abgibt. Seit 1992 beschichtet DOT in Rostock Implantate und Instrumente für Orthopädie, Traumatologie, Dental und Kardiologie.

Strahlen eines Implantats vor der Beschichtung in Rostock
5Verfahrensfamilien
~25Qualifizierte Prozesse
5Eigene Marken
1992Beschichtung seit
Beschichtungshalle in Rostock mit geöffneter Vakuumkammer einer Plasmaanlage
02 Rostock

Rund 25 qualifizierte Prozesse unter einem Dach.

Strahlen, Maskieren, Polieren und Reinigen laufen im Haus, ebenso Prüflabor und Reinraumverpackung. Die Schicht wird dort geprüft, wo sie entsteht.

Verfahrensfamilien5 VPS-Anlagen7 Prüflaborim Haus Beschichtung seit1992
Rostock · Beschichtungshalle
03 Vergleich

Alle Verfahren in einer Tabelle.

Werte gelten für Standardprozesse. Abweichende Anforderungen stimmen wir im Einzelfall ab.

VerfahrenZweckSchichtdickeSubstrateNorm / Nachweis
Titan-Plasmaspritzen (TPS)Zementfreie Verankerung durch Knocheneinwuchs30 – 800 µmTitan, CoCr, Stahl, Keramik, PEEKISO 5832-2, ASTM F1580, Haftzug ASTM F1147
BONIT® (elektrochemisch)Beschleunigte Knochenanlagerung, resorbierbar20 ± 10 µmTitan, Titanlegierungen, TPS, additiv gefertigte StrukturenCa/P 1,1 ± 0,1, Haftzug ≥ 15 MPa
Hydroxylapatit (plasmagespritzt)Primärstabilität und Langzeitverankerungnach AnforderungTitan, TitanlegierungenASTM F1147, ASTM F1044, Kristallinität ≥ 45 %
PVD: TiN, TiNbN, TiAlN, ZrNAbrieb- und Ionenreduktion an Gelenkflächen und Instrumenten0,5 – 7 µmTitan, Stahl, CoCr, HartmetallHaftfestigkeit HF ≥ 1, DIN EN ISO 26443
PVD: DLCReibungsarme Instrumente und Werkzeuge0,5 – 2,5 µmStahl, HartmetallHaftfestigkeit HF 1 – 3, DIN 4856
Anodisierung Typ II (DOTIZE®)Härtere Oberfläche, leichtere Explantation, weniger Kaltverschweißen1 – 2 µmTitan, TitanlegierungenAMS 2488
Anodisierung Typ III (Farbe)Größen- und Komponentenkennung ohne Farbstoff20 – 200 nmTitan, TitanlegierungenFarbcodierung nach Kundenstandard
WirkstoffbeschichtungRestenoseprophylaxe durch lokale Wirkstoffabgabedünn, homogenStents, BallonkatheterHPLC-Gehaltsbestimmung, GMP
04 Entscheidungshilfe

Welche Schicht wofür.

Die Aufgabe im Körper bestimmt das Verfahren. Sechs typische Fälle, jeweils mit der passenden Familie.

  1. Dauerhaft im Knochen verankern

    Titan-Plasmaspritzen erzeugt die poröse Struktur, in die Knochen einwächst. Soll die Einheilung schneller beginnen, kommt BONIT® darüber: die Kombination TPS-BONIT®.

  2. Nach der Heilung wieder entfernen

    Osteosyntheseprodukte sollen nicht einwachsen. DOTIZE® (Typ II) härtet die Oberfläche, senkt die Reibung und erleichtert die Explantation. Typ III kennzeichnet Größen farbig.

  3. Zwei Flächen gleiten aufeinander

    PVD-Hartstoffschichten reduzieren Abrieb und Ionenfreisetzung. TiNbN ist die Standardwahl für Gelenkflächen, DLC für Instrumente.

  4. Zahnimplantat schnell belastbar

    BONITex® verbindet eine gestrahlte, geätzte Struktur mit einer dünnen Calciumphosphatschicht für Blutbenetzung und frühe Knochenanlagerung.

  5. Wirkstoff lokal abgeben

    Für Stents und Ballonkatheter trägt DOT Immunsuppressiva oder Zytostatika im eigenen CMR-Reinraum auf. Die Freisetzungskinetik wird per HPLC bestimmt.

  6. Bauteil aus Keramik oder PEEK

    Auch nichtmetallische Implantate lassen sich mit TPS beschichten. Für Keramik entwickelt DOT im Projekt KeraDuo haftfeste, poröse Trägerschichten mit antibakterieller Wirkung.

Am Bauteil ansehen: Unter Anwendungen steht je Implantat, welche Schicht an welcher Stelle sitzt.
Pfanne mit poröser Titanschicht in der Hand
EinwachsenPoröse Titanschicht auf einer Pfanne.
Schäfte mit Calciumphosphatschicht
HeilenBONIT® auf Schäften.
Poliertes Tibiaplateau vor der PVD-Beschichtung
GleitenTibiaplateau vor PVD.
Goldfarben anodisierte Teile
UnterscheidenTyp III in Gold.
Reinraum in Rostock
WirkstoffAuftrag im Reinraum.
06 Vorbereitung und Prüfung

Die Schicht ist so gut wie der Untergrund.

Strahlen, Maskieren, technisches Polieren und Reinigen laufen im Haus. Nach dem Beschichten prüft das hauseigene Labor Schichtdicke, Haftung, Rauheit und Porosität.

  • Strahlen und Maskieren. Definierte Rauheit, abgedeckte Passflächen.
  • Polieren und Reinigen. Vorbereitung für PVD und Anodisierung.
  • Prüfen. Querschliff, Haftzug, Rockwell-Eindringprüfung, Bildanalyse.
Prüflabor
Maskierte Hüftschäfte im Werkstückträger
MaskierenPassflächen bleiben frei.
Technisches Polieren an der Scheibe
Polieren
Messplatz mit beschichteten Pfannen
Prüfen
Plasmastrahl beim Titan-Plasmaspritzen
Titan-Plasmaspritzen
Beschichtete Pfannen in Reihe
Calciumphosphat
Glühende PVD-Kammer
PVD im Vakuum
Korb im Anodisierbad
Anodisieren
Strahlen eines Implantats
Strahlen
Femurkomponenten am Gestell
Vor der PVD-Beschichtung
Beschichteter Schaft in der Hand
Nach dem Plasmaspritzen
Titan-Plasmaspritzen
Calciumphosphat
PVD im Vakuum
Anodisieren
Strahlen
Vor der PVD-Beschichtung
Nach dem Plasmaspritzen

Sie haben ein Bauteil und eine Anforderung. Wir sagen Ihnen, welche Schicht passt.

Schicken Sie Zeichnung, Werkstoff und Einsatzort. Sie erhalten eine Einschätzung zu Verfahren, Machbarkeit und Prüfumfang.

BeschichtungRostock und Columbia City, Indiana
QualitätssystemISO 13485 · FDA 21 CFR 820 · GMP
Vertriebcoating@dot-coating.de