Oberflächen · Verfahren 05

Stents und Ballonkatheter: Wirkstoffe, die an Ort und Stelle wirken

DOT beschichtet Stents mit Immunsuppressiva und Ballonkatheter mit Zytostatika, homogen und mit definierter Freisetzung. Seit 2024 im neu gebauten CMR-Reinraum in Rostock.

Mitarbeiterin prüft ein verpacktes Produkt im Reinraum in Rostock
Stents · BallonkatheterProdukte
Sirolimus · PaclitaxelWirkstoffe
CMR, seit 2024 neuReinraum
HPLC im HausAnalytik
In einfachen Worten

Ein Wirkstoff, der genau dort langsam abgegeben wird, wo das Gefäß offen bleiben soll.

Wenn ein verengtes Herzkranzgefäß mit einem Stent geweitet wird, reagiert die Gefäßwand oft mit neuem Zellwachstum. Ein Wirkstoff an dieser Stelle bremst dieses Wachstum.

  • Auf den Stent oder auf den Ballon des Katheters.
  • Hauchdünn und gleichmäßig aufgetragen.
  • Über Wochen werden kleine Mengen abgegeben.
Reinraum in Rostock mit Arbeitsplätzen
Reinraum, RostockBeschichtung und Analytik im selben Haus.
01 Zwei Produkte

Stent oder Ballon. Immunsuppressivum oder Zytostatikum.

Drug Eluting Stent
DESStent

Immunsuppressiva mit Trägersubstanz

Homogen aufgebracht über ein eigenes Sprühverfahren. Der Stent setzt über einen längeren Zeitraum kleine Mengen frei, hemmt die Zellneubildung und reduziert das Risiko einer Restenose.

Drug Eluting Balloon
DEBBallonkatheter

Zytostatika, definiert aufgetragen

Eingestellte Lösungen, gesteuerte Abtrocknung. Bei der Dilatation gibt der Ballon den Wirkstoff an die Gefäßwand ab. Danach bleibt kein Fremdkörper in der Blutbahn.

DESNutzen
  • Effektive Hemmung der Zellneubildung an der Gefäßwand
  • Anhaltende lokale Wirksamkeit über einen längeren Zeitraum
  • Homogene, dünne Beschichtung durch ein eigens entwickeltes Sprühverfahren
DEBNutzen
  • Nach dem Eingriff bleibt kein Fremdkörper in der Blutbahn
  • Geeignet für In-Stent-Restenosen, Bifurkationen und periphere Gefäße
  • Definierte Wirkstoffabgabe über einen festgelegten Zeitraum
02 Technische Daten

Auftrag, Freisetzung, Nachweis.

KennwertStent (DES)Ballonkatheter (DEB)
WirkstoffklasseImmunsuppressiva (z. B. Sirolimus)Zytostatika (z. B. Paclitaxel)
AuftragSprühverfahren mit Trägersubstanz, eigene Entwicklungdefinierter Auftrag eingestellter Lösungen, gesteuerte Abtrocknung
Schichthomogen, dünnhomogen, dünn
Freisetzungdefiniert, über längeren Zeitraumbei Dilatation an die Gefäßwand
NachweisGehalt und Freisetzungsprofil per HPLC, Sicht- und Gewichtskontrolle, Bioburden und Endotoxine im eigenen Labor
UmgebungEigener CMR-Reinraum, Rostock, nach ISO 14644 klassifiziert

Produkte und Anwendungsfelder

  • Koronare und periphere Stents, vor allem bei erhöhtem Restenoserisiko
  • Ballonkatheter für die Angioplastie peripherer und koronarer Gefäße
  • In-Stent-Restenosen und Bifurkationen im Koronarbereich
  • Renalgefäße, Femoralarterien und Unterschenkelarterien

Mehr zum Anwendungsfeld unter Vaskulär.

Team im Reinraum
Im ReinraumJedes Produkt einzeln unter Kontrolle.
Pipettieren im Labor
HPLC-Analytik
Sichtkontrolle
Sichtkontrolle
Reinraum weit
Reinraum RostockNach ISO 14644 klassifiziert.
Reinraum in Rostock
03 Prozess und Prüfung

Eigener CMR-Reinraum seit 2024.

Der Bereich bezog 2014 einen eigenen Reinraum in Rostock-Südstadt. 2024 kam der neue CMR-Reinraum hinzu, ausgelegt auf krebserzeugende, mutagene und reproduktionstoxische Stoffe. Jedes Produkt wird unter dem Mikroskop beschichtet und geprüft.

Eigener Reinraum seit2014 CMR-Reinraum2024 AnalytikHPLC, Bioburden, Endotoxine QualitätssystemISO 13485
Rostock · Reinraum
04 Ablauf

Vom Wirkstoff zur freigegebenen Charge.

Beschichtung und Analytik liegen im selben Haus. Das verkürzt Entwicklungsschleifen.

  1. Rezeptur

    Wirkstoff, Trägersubstanz und Zieldosis werden mit dem Kunden festgelegt; Lösungen werden eingestellt und analytisch bestätigt.

  2. Auftrag CMR-Reinraum

    Sprühen (Stent) oder definierter Auftrag mit gesteuerter Abtrocknung (Ballon), unter dem Mikroskop.

  3. Analytik Prüflabor

    Gehalt, Homogenität und Freisetzungsprofil per HPLC, dazu Bioburden und Endotoxine.

  4. Freigabe

    Dokumentierte Charge mit Prüfbericht; auf Wunsch Reinraumverpackung, Kennzeichnung und Sterilisationsorganisation.

Zur Prüfung durch DOT: Reinraumklasse des CMR-Reinraums, zulässige Wirkstoffliste und Freigabe der Nennung „Sirolimus“ und „Paclitaxel“ auf der Website bestätigen. Bildbedarf: Es liegt keine Aufnahme aus der Stent- und Katheterbeschichtung vor; die Reinraumfotos stammen aus der Verpackung.
Team im Reinraum
Reinraum
Labor
Prüflabor
Sichtkontrolle
Sichtkontrolle
Reinraumflur
Reinraum
Zwei Mitarbeiterinnen am Tisch
Verpacken
Hüftschäfte auf dem Packtisch
Kennzeichnen
Reinraum
Prüflabor
Sichtkontrolle
Reinraum
Verpacken
Kennzeichnen
FAQ

Fragen aus Einkauf und Entwicklung.

Welche Wirkstoffe verarbeitet DOT?
Immunsuppressiva mit antiproliferativer Wirkung für Stents und Zytostatika für Ballonkatheter. Das Prüflabor bestimmt Paclitaxel und Sirolimus per HPLC. Weitere Wirkstoffe und Trägersysteme werden projektbezogen qualifiziert.
Wie wird die Freisetzung nachgewiesen?
Über Gehaltsbestimmung und Freisetzungsprofile per HPLC im hauseigenen Prüflabor der DOT GmbH, nach den mit dem Kunden vereinbarten Methoden.
Unter welchen Bedingungen wird beschichtet?
In einem eigenen Reinraum für CMR-Stoffe am Standort Rostock, innerhalb des nach ISO 13485 zertifizierten Qualitätssystems, mit Sicht- und Gewichtskontrolle jedes Produkts.
Übernimmt DOT auch Entwicklungsarbeit?
Ja. Das F&E-Team entwickelt Rezepturen und Auftragsverfahren gemeinsam mit dem Kunden und begleitet die Verifizierung. Auch die Prüfmethoden werden im Haus etabliert.
Vertrieb BeschichtungName und Durchwahl folgen coating@dot-coating.de +49 381 40 33 5-0
Übersicht vaskuläre Beschichtungen
PDF · Fassung folgt

Sie entwickeln einen Stent oder Ballon mit Wirkstoff. Wir bringen ihn auf.

Nennen Sie Produkt, Wirkstoff und Zielprofil. Sie erhalten eine Einschätzung zu Auftrag, Analytik und Zeitplan.

ReinraumEigener CMR-Reinraum, Rostock
AnalytikHPLC im eigenen Labor