Calciumphosphat: der Baustoff des Knochens als Schicht
BONIT® wird elektrochemisch abgeschieden und in wenigen Wochen durch echten Knochen ersetzt. Plasmagespritztes Hydroxylapatit bleibt und trägt die dauerhafte Verankerung.

Knochen wächst dorthin, wo er seinen eigenen Baustoff findet.
Eine Calciumphosphatschicht macht aus einer Metalloberfläche eine Fläche, die der Körper als knochenähnlich erkennt.
- Dünn. Bei BONIT® ist die Schicht 20 µm dünn und mikroporös.
- Resorbierbar. In 6 bis 12 Wochen wird sie vollständig durch echten Knochen ersetzt.
- Direkt. Danach sitzt das Implantat unmittelbar im Knochen, ohne Zwischenschicht.
Resorbierbar oder dauerhaft. Beide holen den Knochen an die Oberfläche.
BONIT®: elektrochemisch, resorbierbar
- Mikroporosität mit hoher Kapillarwirkung, sehr gute Benetzung durch Blut
- Auch für poröse, additiv gefertigte und komplexe Geometrien, weil aus dem Bad abgeschieden
- Keine mechanischen Partikel- oder Schichtablösungen
- Vollständige Resorption innerhalb von 6 bis 12 Wochen
- Kombinierbar mit TPS (TPS-BONIT®) und mit Strahlprozessen
Plasmagespritztes Hydroxylapatit: rau, kristallin, dauerhaft
- Oberflächenvergrößerung und hohe Primärstabilität durch die raue Schicht
- Langzeitstabilität durch Knochen, der in die poröse HA-Schicht einwächst
- Kristallinität und Phasenanteile nach Spezifikation einstellbar
Kennwerte beider Schichten.
| Kennwert | BONIT® | Plasmagespritztes HA |
|---|---|---|
| Verfahren | elektrochemische Abscheidung | atmosphärisches Plasmaspritzen (APS) |
| Schichtdicke | 20 ± 10 µm | nach Kundenanforderung |
| Porosität | 60 % | porös, rau |
| Haftfestigkeit | ≥ 15 MPa | Haftzug ≥ 15 MPa (ASTM F1147) · Scherzug ≥ 15 MPa (ASTM F1044) |
| Ca/P-Verhältnis | 1,1 ± 0,1 | 1,61 – 1,76 |
| Phasen | ≥ 70 % Bruschit, ≤ 30 % HA | HA ≥ 50 %, α-/β-TCP und TTCP ≤ 30 %, CaO ≤ 5 %, Kristallinität ≥ 45 % |
| Resorption | 6 – 12 Wochen p. o. | langsam, überwiegend stabil |





Bei DOT entwickelt. Seit den 1990er Jahren in Serie.
BONIT® entsteht im elektrochemischen Bad, HA im APS-Verfahren. Beide Schichten prüft das hauseigene Labor: Schichtdicke im Querschliff, Ca/P-Verhältnis, Phasen, Haftzug, Scherzug, Rauheit. Vor der Reinraumverpackung sind Bioburden- und Endotoxinbestimmung möglich.
Von der Hüfte bis zum Zahnimplantat.
- Hüfte, Knie, Schulter, Sprunggelenk, Hand, Finger, Wirbelsäule: auf Titan, direkt oder über TPS
- Additiv gefertigte Implantate mit offenporigen Gitterstrukturen (BONIT®)
- Dental: BONIT® (10 – 30 µm) und BONITex®
- Keramikimplantate: im Projekt KeraDuo entwickelt DOT haftfeste, poröse Trägerschichten
Klinische Begleitung. Mit der Universitätsmedizin Rostock und der Atesos Medical AG untersucht DOT explantierte Hüftendoprothesen mit TPS-BONIT®-Beschichtung. Die Ergebnisse wurden auf dem DKOU 2025 als Poster gezeigt: Abstract lesen.



Orthopädie und Dental: vier Varianten auf einer Chemie.
Für Zahnimplantate zählt neben der Chemie die Struktur: Rauheit und Topografie steuern die Osseointegration.

BONIT®
Dünn, mikroporös, resorbierbar. Direkt auf Titan, über TPS oder auf additiv gefertigten Strukturen.

Hydroxylapatit (HA)
Kristalline, raue Schicht für hohe Primärstabilität und dauerhaften Knocheneinwuchs. Kristallinität ≥ 45 %, Ca/P 1,61 – 1,76.
BONITex®
HA-gestrahlt, zweifach geätzt, mit dünner BONIT®-Schicht. Hellgrau. Hohe Benetzbarkeit für Blut, erhöhte Primärstabilität, verkürzte Einheilzeit.
BONIT® Dental
Die BONIT®-Schicht für Zahnimplantate, kombinierbar mit Strahlprozessen. Geeignet für additiv gefertigte und komplexe Geometrien.
Anwendung DentalFragen aus Einkauf und Entwicklung.
Wann BONIT® und wann plasmagespritztes HA?
Funktioniert BONIT® auch auf additiv gefertigten Implantaten?
Wie wird die Schichtqualität geprüft?
Gibt es klinische Daten zu BONIT®?
Schnellere Einheilung ist eine Spezifikation.
Nennen Sie uns Werkstoff, Geometrie und Zielprofil. Wir schlagen BONIT®, HA oder die Kombination mit TPS vor und legen den Prüfplan dazu.



